Aktuelles

Hier finden Sie Neuigkeiten zu unseren Autoren und Büchern.

24. Juni 2020 

Der Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis 2020 geht an Michael Roes

Der LWL (Landschaftsverband Westfalen-Lippe) verleiht seinen mit 12.800 Euro dotierten „Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis“ in diesem Jahr an Michael Roes.

 »Michael Roes’ 13 Romane, aber auch seine Film- und Theaterarbeiten haben die Literatur um neue Themen bereichert. Sie bringen den Lesern fremde Lebens- und Kulturkreise auf eindringliche Art und Weise nahe. Roes hat hierfür offene, multiperspektivische Erzählformen gefunden, die nahezu alle literarischen Gattungen, vom Roman bis zur Reportage, einschließen«, heißt es in der Begründung der Jury.

Der Annette-von-Droste- Hülshoff-Preis wird alle zwei Jahre für besondere literarische Leistungen vergeben. Zu den Preisträger*innen zählen neben Ernst Meister und Max von der Grün auch Sarah Kirsch, Judith Kuckart und Cornelia Funke.

Zuletzt erschienen von Michael Roes die Romane „Zeithain“ (2017) und „Herida Duro“ (2019), sowie der Essayband „Melancholie des Reisens“ (2020) bei Schöffling & Co. Er lebt als freier Autor in Berlin.

Hier gehts zur Autorenvita von Michael Roes.


13. Juni 2020

(c) Barbara Kalender







 

(c) Barbara Kalender

Jörg Schröder ist tot. 

Der Gründer und Leiter des März-Verlags, Autor, Buchgestalter und Grafiker verfasste und verlegte »Popliteratur«, als es den Begriff noch gar nicht gab.

Vor zwei Jahren erschien bei Schöffling&Co. die »Bombe im gelben Umschlag« SIEGFRIED in einer Neuauflage zu Ehren seines 80. Geburtstags.

Seine Lebensgefährtin Barbara Kalender schrieb in ihrem Nachruf: »Sein Tod ist ein großer Verlust, denn wir lebten und arbeiteten seit vierzig Jahren zusammen. Wir waren ein Kugelmensch, jenes von Platon überlieferte mythische Wesen mit kugelförmigen Rumpf, vier Händen und vier Füßen und zwei Gesichtern, die in unterschiedliche Richtungen blickten. Das gab uns Kraft und Wagemut für alles, was wir in Angriff nahmen.«

Und sie hatten Wagemut.

Jörg Schröder überschritt Grenzen, verursachte Proteste, und auch Pleiten – und doch stand er immer wieder auf. Für ihn gehörten Literatur, Revolte, Leben und Wagnis eben zusammen.

Nun ist er am Samstag im Alter von 81 Jahren in Berlin verstorben.

Wir verabschieden uns von einem großartigen Autor unseres Hauses und sind in Gedanken bei Barbara Kalender.

Hier gelangen Sie zur Autorenvita.


18. Mai 2020

Deutscher Verlagspreis 2020: Schöffling & Co. erneut ausgezeichnet

Die Preisträger des Deutschen Verlagspreises 2020 stehen fest. 63 Verlage werden mit insgesamt zwei Millionen Euro ausgezeichnet. Welche Verlage mit einem Gütesiegel und einer fünfstelligen Prämie ausgezeichnet werden, hat nun Monika Grütters bekannt gegeben. Zum zweiten Mal nach 2019 befindet sich auch Schöffling & Co. auf der Gewinnerliste.

Alle Preisträger und weitere Informationen zum Deutschen Verlagspreis finden Sie hier


20. März 2020

Schöffling & Co. startet Lyrikblog und ist wieder in den sozialen Netzwerken aktiv 

Schon immer und gerade in der jetzigen Zeit gilt für Schöffling & Co. das Motto »Im Mittelpunkt die Autoren«, und genau um sie geht es im neuen Verlagsblog »quarantänelyrik«. Täglich wird hier ein Gedicht der Hausautor*innen gepostet. Zum Teil werden bisher unveröffentlichte Texte gebloggt, aber auch Videoperformances und bereits publizierte Lyrik sollen auf dem Blog präsentiert werden. Die Isolation und das Anschreiben gegen den Quarantänekoller bilden den thematischen Schwerpunkt. Gerne zitieren wir einmal mehr Maria Gazzetti: »Ihr lest keine Lyrik, seid Ihr wahnsinnig?« Beteiligen werden sich u. a. Mirko Bonné, Carolin Callies, Mara-Daria Cojocaru, Lars Reyer, Ulrike Almut Sandig, Julia Trompeter, Jan Wilm und Ron Winkler. »Quarantänelyrik« reiht sich damit in eine lange Liste kreativer Ideen ein, die ganz deutlich zeigen, dass die Buchbranche sich der aktuellen Situation mutig und innovativ stellt.

Außerdem wird Schöffling & Co. wieder auf Facebook aktiv sein. Vor knapp zwei Jahren hatte sich der Verlag entschieden, alle Aktivitäten auf Facebook einzustellen. Obwohl auf der Plattform weiterhin antisemitische, rassistische, frauenfeindliche und homophobe Hetze alltäglich ist und geduldet wird, hat Schöffling & Co. nun beschlossen, das damalige Versprechen zu Gunsten und für mehr Sichtbarkeit der Autor*innen zu brechen. Die Corona-Pandemie hat die Welt vorerst radikal verändert und die sozialen Medien machen nun ernsthaft das Leben vieler Menschen erträglicher. Sobald sich die aktuelle Situation entspannt hat, wird dieser Schritt daher erneut diskutiert werden.

Quarantänelyrik: https://quarantaenelyrik.wordpress.com/


03. März 2020

Carolin Callies für den Clemens-Brentano-Preis 2020 der Stadt Heidelberg nominiert

Für ihren zweiten Lyrikband »schatullen und bredouillen« wurde Carolin Callies für den mit 10.000 Euro dotierten Clemens-Brentano-Preis der Stadt Heidelberg nominiert. Der Preis wird seit 1993 jährlich im Wechsel in den Sparten Lyrik, Erzählung, Essay und Roman an deutschsprachige Autorinnen und Autoren vergeben, die mit ihren Erstlingswerken bereits die Aufmerksamkeit der Kritiker und des Lesepublikums auf sich gelenkt haben.


Wem der fünf nominierten Autorinnen und Autoren die Jury den Brentano-Preis 2020 zuerkennt, wird am 3. April 2020 bekanntgegeben. Die feierliche Preisverleihung im Programm der UNESCO City of Literature Heidelberg findet voraussichtlich im Juli 2020 statt.


03. März 2020

was Petersilie über die Seele weiß ist Buch des Monats März 2020

Die Darmstädter Jury kürt Alexandru Bulucz Lyrikband »was Petersilie über die Seele weiß« zum Buch des Monats März 2020. In der Jurybegründung heißt es: »Die episch angelegten Gedichte von Alexandru Bulucz bewegen sich ­– mal beschwörend, mal humorvoll – in den Grenzbereichen zwischen den Sprachen, oszillieren zwischen dem Deutschen und dem Rumänischen. Sie holen ihren Atem aus der radikalen Sprachbefragung eines Emile Cioran und eines Paul Celan. Die Frage nach der Herkunft der Wörter, nach ihrer Geschichtlichkeit und ihrer Wahlverwandtschaft mit anderen Wörtern – das ist der Grundimpuls dieser sprachbesessenen Dichtung.«

Wir freuen uns gemeinsam mit unserem Autor über diesen Preis.

Die Auszeichnung wird von einer unabhängigen Jury aus wechselnden Schriftstellern, Journalisten und Literaturkritikern verliehen. Seit 1952 prämiert sie monatlich eine Veröffentlichung, deren »literarische Qualität es verdient, öffentliche Aufmerksamkeit zu erzeugen«. Aus dem Verlag Schöffling und Co. wurden bereits Ron Winkler, Christian Saalberg und Lawrence Ferlinghetti ausgezeichnet.

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20. Februar 2020

Nadja Küchenmeister und Julia Trompeter sind für den Literaturpreis »Text & Sprache« 2020 nominiert

Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. hat Nadja Küchenmeister mit ihrem neuen Gedichtband »Im Glasberg« und Julia Trompeter mit ihrem Roman »Frühling in Utrecht« für den diesjährigen Literaturpreis »Text & Sprache« nominiert. Der Literaturpreis »Text & Sprache« bildet das zeitgenössische Phänomen fließender Gattungsgrenzen und das genreüberschreitende Schaffen junger Autorinnen und Autoren ab und berücksichtigt vielfältige Formen von Text und Sprache. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird am 10. Oktober 2020 in Frankfurt am Main verliehen.

Zu den früheren Preisträgerinnen und Preisträgern im Bereich Literatur zählen u.a. Ingeborg Bachmann (1955), Paul Celan (1957), Günter Grass (1958), Daniel Kehlmann (1998), Nora Gomringer (2013), Nino Haratischwili (2015) oder Ulrike Almut Sandig (2017).

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18. Februar 2020

Ror Wolf ist tot

Ein Dunst liegt über Dakota,
und über Nevada liegt Rauch
und Qualm über Minnesota.
Am Ende liege ich auch.

Ror Wolf: Das nordamerikanische Herumliegen. 2005


Wir trauern um Ror Wolf, der gestern im Alter von 87 Jahren nach langer Krankheit in Mainz gestorben ist. 
Ror Wolf wurde 1932 in Saalfeld/Thüringen als Richard Georg Wolf geboren. Nach dem Abitur verließ er 1953 die DDR. In Westberlin und später in Stuttgart arbeitete er als Straßenbauarbeiter, Zeitschriftenvertreter, Druckereihilfsarbeiter und Angestellter einer Werbeagentur. Von 1954 bis 1961 studierte er Literaturwissenschaft, Philosophie und Soziologie in Frankfurt am Main, Hamburg und wieder in Frankfurt (unter anderem bei Theodor W. Adorno, Max Horkheimer und Walter Höllerer). Seinen Lebensunterhalt verdiente er in dieser Zeit als Mitarbeiter verschiedener Marktforschungsinstitute.
Ab 1957 veröffentlichte er in der Frankfurter Studentenzeitung Diskus Prosa, Gedichte, Bildcollagen, Aufsätze und Kritiken. Von 1959 bis 1963 leitete er das Feuilleton des Diskus. Von 1961 bis 1963 war er Literaturredakteur beim Hessischen Rundfunk und verantwortlich für das Studio für neue Literatur. Ab 1963 lebte er als freier Schriftsteller. Er verfasste neben Lyrik und Prosa auch Hörspiele und Radio-Collagen und machte sich auch mit seinen Bildcollagen einen Namen. Sein gesamtes Werk ist vom Spiel mit der Groteske geprägt.
Ror Wolfs Werk wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt 2016 mit dem Schiller-Gedächtnis-Preis des Landes Baden-Württemberg und 2018 mit dem Rainer-Malkowski-Preis.

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27. November 2020

Berit Glanz erhält den Hebbel-Preis 2020

Der mit 5000,- € dotierte Hebbel-Preis wird alle zwei Jahre verliehen und ist der älteste Literaturpreis Schleswig-Holsteins. Er wird im Rahmen einer Feierstunde am 22. März im Hebbel-Museum Wesselburen (Dithmarschen) übergeben, wenige Tage nach dem 207. Geburtstag des Namensgebers Friedrich Hebbel. Die Laudatio wird die Kulturwissenschaftlerin Dr. Hanna Engelmeier (Essen) halten. Der Hebbel-Preis 2020 wird unterstützt von der Dithmarscher Volks- und Raiffeisenbank eG.

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01. Oktober 2019

Jan Wilm erhält Stipendium Land in Sicht

Jan Wilm geht als Stipendiat von Land in Sicht des Hessischen Literaturrats für zwei Monate im Herbst 2019 nach Michelstadt im Odenwald. Auf den Odenwald freut sich Wilm: "Die Herkunft des Namens für dieses Gebiet ist nicht eindeutig zu klären, sondern beruht auf widersprüchlichen Sagen und Geschichten. Daher ist diese Gegend unmittelbar verbunden mit Literatur: mit Überlieferung, mit Erinnerung, mit Interpretation."
Innerhalb des Projekts Autorenresidenzen im ländlichen Raum vergibt der Hessische Literaturrat seit 2017 mit Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst jedes Jahr zwei bis drei Stipendien. Neben Jan Wilm ist Vito von Eichborn in diesem Jahr Stipendiat des Programms.

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17. September 2019

Schöffling & Co. gehört zu den Preisträgern des Deutschen Verlagspreises 2019

Aus insgesamt 312 Bewerbungen hat eine unabhängige Fachjury die Preisträger ausgewählt. Entscheidende Kriterien waren dabei neben dem eigentlichen Verlagsprogramm das kulturelle Engagement des jeweiligen Bewerbers, die Umsetzung innovativer Projekte oder eine besonders hohe Qualität in der verlegerischen Arbeit.Verliehen wird er in drei Kategorien: Die drei besten Verlage erhalten Gütesiegel und Prämien in Höhe von jeweils 60.000 Euro. 60 weitere Verlage werden mit einem Gütesiegel und jeweils 15.000 Euro ausgezeichnet. Ein undotiertes Gütesiegel erhalten drei Verlage, die mit ihrem durchschnittlichen Jahresumsatz über drei Millionen Euro pro Jahr liegen. Wer zu den besten drei Verlagen gehört, erfahren die Sieger erst bei der feierlichen Preisverleihung am 18. Oktober.

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09. September 2019

Berit Glanz ist nominiert für den ZDF-aspekte-Literaturpreis 2019

Berit Glanz ist eine der fünf Finalisten des Literaturpreises. Das ZDF vergibt den aspekte-Literaturpreis seit 1979 für das beste deutschsprachige Prosa-Debüt. Er ist mit 10.000 Euro dotiert. Der Preis war in der Vergangenheit fast immer Start einer großen literarischen Karriere. Der Preisträger oder die Preisträgerin wird am Freitag, 11. Oktober in der aspekte-Sendung bekannt gegeben.

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28. Mai 2019

Schöffling & Co. erhält den Hessischen Verlagspreis 2019

Schöffling & Co. erhält den Hessischen Verlagspreis 2019. »Der familiengeführte Verlag Schöffling & Co. hat die Jury mit seinem ambitionierten Gesamtkonzept überzeugt, zu dem Romane und Gedichtbände ebenso gehören wie der Literarische Katzenkalender«, erläutert Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn. Der Verlag zeige vorbildlich, wie man sich als literarischer Verlag erfolgreich auf dem immer schwieriger werdenden Buchmarkt behaupte. 
Der Hessische Verlagspreis wird in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben. Er ist Teil einer Initiative zur Verlagsförderung des Landes Hessen in Kooperation mit dem Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.​ Mit diesem Preis soll die Arbeit unabhängiger Verlage geehrt und gefördert werden, deren jährlicher Umsatz unter 2 Millionen Euro liegt. Der Hauptpreis ist mit 15.000 Euro dotiert. Den mit 5.000 Euro dotierten Sonderpreis erhält der Mabuse-Verlag. Die Preisverleihung findet am 27. Juni 2019 in Wiesbaden statt.

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8. Mai 2019

Elly Debüt des Jahres 2019

Für ihren Debütroman Elly erhält Maike Wetzel den Literaturpreis Debüt des Jahres 2019 des Literaturwerks Rheinland-Pfalz-Saar e.V. Der Text arbeite, so die Jurybegründung, mit Brechungen und kunstvollen, kurzen Sätzen, die tiefgründig seien, einen in das Rätsel um Elly hineinzögen. Maike Wetzel schreibe mit deutlicher Empathie und Sympathie für ihre Figuren, sie zeige die unterschiedliche Wahrnehmung der Betroffenen und die abgründigen Wirklichkeiten, die sich daraus ergäben. Sie stelle in ihrem Roman eine fesselnde Atmosphäre her und verbinde das alles mit einer sprachlichen Brillanz.
Die offizielle Preisverleihung findet im Rahmen des Symposions Heimat(en) des Literaturwerks am 4. September 2019 in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz statt.

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24. April 2019

Mirko Bonné ist nominiert für den Alfred-Döblin-Preis 2019

Mirko Bonné ist eingeladen, am Wettlesen um den Alfred-Döblin-Preis 2019 teilzunehmen. 1979 von Günter Grass gestiftet, richten das LCB und die Akademie der Künste alle zwei Jahre die Veranstaltung aus. Die jeweiligen Autorinnen und Autoren lesen aus Unveröffentlichtem. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert. Das Wettlesen findet am 18. Mai im LCB statt, die Preisverleihung am Folgetag.

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9. April 2019

Die Gestalt der Ruinen auf der Shortlist für den Man Booker International Prize 2019

Mit seinem Roman Die Gestalt der Ruinen ist Juan Gabriel Vásquez nun auch auf der Shortlist für den Man Booker International Prize 2019. Dieser Preis wird seit 2016 jährlich an ein ins Englische übersetzte Werk verliehen. Das Preisgeld von 50.000 Pfund geht zu gleichen Teilen an Autor und Übersetzer. Die deutsche Übersetzung ist von Susanne Lange.

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18. März 2019

Silke Scheuermann erhält Goetheplakette der Stadt Frankfurt

Silke Scheuermann wird mit der Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main geehrt. Die Goetheplakette wird verliehen an »Dichter, Schriftsteller, Künstler und Wissenschaftler und andere Persönlichkeiten des kulturellen Lebens […], die durch ihr schöpferisches Wirken einer dem Andenken Goethes gewidmeten Ehrung würdig sind«. 

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13. März 2019

Die Gestalt der Ruinen nominiert für den Man Booker International Prize 2019

Mit seinem Roman Die Gestalt der Ruinen ist der kolumbianische Autor Juan Gabriel Vásquez nominiert für den Man Booker International Prize 2019. Dieser Preis wird seit 2016 jährlich an ein ins Englische übersetzte Werk verliehen. Das Preisgeld von 50.000 Pfund geht zu gleichen Teilen an Autor und Übersetzer.

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13. Februar 2019

Archiv der MÄRZ-Gesellschaft geht an die Universitätsbibliothek Leipzig

Das Sondermagazin in der Bibliotheca Albertina der Universitätsbibliothek Leipzig hat das Archiv der MÄRZ Gesellschaft e.V. Berlin übernommen. Dazu gehören MÄRZ-Erst- und Lizenzausgaben, Sekundärliteratur, Herstellungs-, Vertriebs- sowie Buchhaltungs- und Firmenunterlagen. Außerdem erhält die UB Leipzig die Korrespondenz und alle Redaktionszustände der Folgen von ›Schröder erzählt‹ seit 2005 sowie MÄRZ-affine Kunstwerke, darunter das grafische Werk von Jörg Schröder und dessen gelb-rot-schwarzes MÄRZ- Design gehört.

Der Bestand wird an die MÄRZ Gesellschaft e.V. Berlin übertragen, diese überlässt die Materialien der Universitätsbibliothek Leipzig mittels eines unbegrenzten Depositalvertrags zur wissenschaftlichen Erschließung und Nutzung.

Im Sommer 2019 plant die UB Leipzig eine Ausstellung zum hundertjährigen Jubiläum des Karl Quarch Verlags, der auch den bedeutenden DDR-Buch- künstler Werner Klemke veröffentlichte. Kontrapunktisch wird die Doppelausstellung den MÄRZ Verlag vorstellen unter besonderer Berücksichtigung des gelb-rot-schwarzen grafischen Auftritts. MÄRZ feiert in diesem Jahr sein fünfzigjähriges Bestehen. 


8. Februar 2019

Bernd Wagner wird Dresdner Stadtschreiber 2019

Das von der Landeshauptstadt Dresden in Kooperation mit der Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden vergebene Stipendium als Dresdner Stadtschreiber erhält Bernd Wagner. »Aus qualitativ hochwertigen Bewerbungen stach der Text von Bernd Wagner hervor. Mit ihm wird Dresden einen Autor gewinnen, der auf literarisch anspruchsvolle und gleichsam humorvolle Weise unseren Blick auf den Osten Europas schärfen wird und der gerade im Prozess der Bewerbung Dresdens als Kulturhauptstadt Europas 2025 wichtige Impulse geben kann«, begründete die Jury. Für ein halbes Jahr erhält Wagner ein Stipendium und eine mietfreie Wohnung in Dresden. 


13. Dezember 2018

Ulrike Almut Sandig erhält den Horst Bingel-Preis

Für ihr lyrisches Werk wird Ulrike Almut Sandig mit dem Horst Bingel-Preis für Literatur geehrt. Die Jury begründet: »Ulrike Almut Sandig wagt in ihren Gedichten viel, sie gewinnt alles: den Ausdruck eines lyrischen Ichs, das sich auf keine Identität mit sich selbst verlässt; den souveränen Bezug auf Menschheitsfragen, die unaufgelöst blieben; eine dichterische Stimme, die für sich allein spricht, doch in deren Individualität sich Schmerz- wie Glückszonen unserer Zivilisation spiegeln. Aus den Texten spricht ein so gegenwärtiger wie zeitloser Glaube an lyrische Ausdruckskraft, die vor der Versprachlichung menschgemachten Grauens nicht zurückschreckt und dieses damit überwindet: mit dem Versprechen, das aus dem Im Anfang stehenden Wort erwächst. Ulrike Almut Sandig verknüpft literarische Kunstfertigkeit mit immanenter Sprachkritik, dichterische Autonomie mit radikaler Gesellschaftskritik, unser Erstaunen über ihr geleistetes Werk mit dem Wunsch auf Weiterlesen.«
Der mit 8.000 Euro dotierte Horst Bingel-Preis wird von der Horst Bingel-Stiftung in Kooperation mit ver.di Hessen verliehen. Die Preisverleihung findet am 21. Februar 2019 im Universitätsarchiv Frankfurt statt, die Laudatio hält Prof. Dr. Heike Bartel.

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25. Oktober 2018

Ror Wolf erhält den Malkowski-Preis

Der mit 30.000 Euro dotierte Rainer-Malkowski-Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste geht in diesem Jahr an Ror Wolf. Seit 2006 wird dieser Preis im Auftrag der Rainer Malkowski Stiftung von der Bayerischen Akademie der Schönen Künste zur Förderung deutschsprachiger Literatur verliehen.

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5. September 2018

Margit Schreiner auf der Longlist für den Österreichischen Buchpreis

Mit ihrem Roman Kein Platz mehr steht Margit Schreiner auf der Longlist für den Österreichischen Buchpreis. Der Österreichische Buchpreis wird seit 2016 vergeben. Wie beim Deutschen Buchpreis wird zunächst eine Longlist, daraus dann eine Shortlist  gewählt. Die Preisverleihung findet zum Auftakt der Buch Wien statt. Dotiert ist der Preis mit 45.000 Euro.

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4. September 2018

Gleich zwei Schöffling-Autoren für Wilhelm Raabe-Literaturpreis nominiert

Auf der Shortlist für den Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2018 stehen Gert Loschütz mit Ein schönes Paar und Sascha Reh mit AuroraDer Preis wird jährlich vom Deutschlandfunk in Kooperation mit der Stadt Braunschweig vergeben und ist mit 30.000 Euro dotiert. Jedes Jahr wird mit dem Wilhelm Raabe-Literaturpreis ein in deutscher Sprache verfasstes erzählerisches Werk gewürdigt. Die Preisverleihung findet am 4. November in Braunschweig statt, am 24. November sendet der Deutschlandfunk eine Aufzeichnung des Festakts.

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17. August 2018

Ulrike Almut Sandig und Silke Scheuermann nominiert

Die Lyrikerinnen Ulrike Almut Sandig und Silke Scheuermann sind für den Horst Bingel-Preis für Literatur 2018 nominiert. Dieser Preis wird seit 2014 von der Horst Bingel-Stiftung für Literatur e.V. gemeinsam mit Ver.di/VS Hessen vergeben und ist mit 8000 Euro dotiert.

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14. August 2018

Ein schönes Paar steht auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis

Gert Loschütz ist mit seinem im Frühjahr erschienenen Roman Ein schönes Paar auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2018. Am 30. August lesen die Nominierten im Literaturhaus Hamburg, am 11. September wird die Shortlist bekanntgegeben.

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24. Juni 2018

Kein Facebook mehr – Schöffling & Co. verweigert sich

Solange es zur offiziellen Politik von Facebook gehört, dass der Holocaust geleugnet werden darf, weil Mark Zuckerberg glaubt, dass man damit nicht »absichtlich falsch liege«, solange wird der Verlag Schöffling & Co. sämtliche Aktivitäten auf Facebook und allen dazugehörenden Netzwerken einstellen. 
Das Leugnen des nationalsozialistischen Völkermords an mehr als 6 Millionen europäischen Juden ist Ausdruck eines Antisemitismus, gegen den wir uns entschieden stellen. Die Erinnerung an die Opfer darf niemals einem falsch verstandenen Liberalismus preisgegeben werden.

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19. Juni 2018

Mirko Bonné erhält Landgang-Stipendium

Das Landgang-Stipendium des Literaturbüros Oldenburg geht 2018 an Mirko Bonné. Das Reisestipendium ist Bestandteil des Projekts »Literarischer Landgang« und wird durch die Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg gefördert. Vom 17. bis zum 25. September 2018 bereist Bonné die sieben Landkreise und kreisfreien Städte des ehemaligen Landes Oldenburg. Den Text, der in diesem Rahmen entsteht, wird der Autor auf einer Lesereise durch dieselben Orte im Frühjahr 2019 präsentieren.

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15. Mai 2018

Georg Dehio-Buchpreis für Miljenko Jergović und Brigitte Döbert

Miljenko Jergović und Brigitte Döbert erhalten den Hauptpreis des Georg Dehio-Buchpreises 2018. »Mit seinem epischen Werk vermittelt Miljenko Jergović ein differenziertes Bild der kulturellen Vielschichtigkeit Südosteuropas, namentlich in den Regionen des ehemaligen Jugoslawien«, begründet die Jury ihre Wahl. »Ausgehend von der Transformation der Identitäten in den kriegerischen Auseinandersetzungen der 1990er-Jahre, entwirft er ein historisches Panorama, das von den Zeiten der osmanischen Herrschaft bis in die unmittelbare Gegenwart führt.«  
Die Jury würdigt in diesem Kontext auch die Bedeutung der Übersetzerin, die großen Anteil an der literarischen Wirkung Miljenko Jergovićs in deutscher Sprache habe: »Ihr ist es gelungen, das Idiom des Originals angemessen wiederzugeben und sein Werk einem breiteren Publikum bekannt zu machen.« 

Die Preisverleihung findet am 10. Oktober im Berliner Rathaus statt.

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14. Februar 2018

Ulrike Almut Sandig erhält den Wilhelm-Lehmann-Preis 2018

Der mit 10.000 Euro dotierte Wilhelm-Lehmann-Literaturpreis der Stadt Eckernförde geht in diesem Jahr an die 1979 in Großenhain geborene Lyrikerin und Vortragskünstlerin Ulrike Almut Sandig. Die Wilhelm-Lehmann-Gesellschaft verleiht ihn seit 2009 zum fünften Mal für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Lyrik, der Erzählung und des Essays. Die Jury überzeugten sowohl Inhalt wie Musikalität ihrer Texte, »die in der Modulation ihrer Stimme zu akustischen Wortkunstwerken und Klangerlebnissen werden, bei denen Wortbedeutung und Schriftsinn ins Fließen geraten, ohne sich in Beliebigkeit aufzulösen.« Gelobt wird die thematische Breite und Vielfalt eines Werks, das ein kritisches Potential entfalte und den Mut zur politischen Zeitgenossenschaft zeige. Der jüngste Gedichtband ich bin ein Feld voller Raps / verstecke die Rehe und leuchte / wie dreizehn Ölgemälde / übereinandergelegt (2016) beeindrucke durch die raffinierte Verschränkung der Themen Natur, Kunst und Politik. Mit Ulrike Almut Sandig wird eine eigenständige und eigenwillige moderne Stimme ausgezeichnet, die im Konzert der Gegenwartsdichtung eine herausragende Position einnehme.

Die Preisverleihung findet am 5. Mai 2018 im Rahmen der Wilhelm-Lehmann-Tage im Ratssaal in Eckernförde statt.

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08. Februar 2018

Robin Detje für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Übersetzung nominiert

Robin Detje ist für seine Übersetzung von Joshua Cohens Buch der Zahlen für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Der mit insgesamt 60.000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse ehrt seit 2005 herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung.

Die Preisverleihung findet am 15. März 2018 um 16 Uhr in der Glashalle der Leipziger Messe statt.

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29. September 2017

Mara-Daria Cojocaru erhält Kunstförderpreis Bayern 

Für ihren Lyrikband Anstelle einer Unterwerfung erhält Mara-Daria Cojocaru den Kunstförderpreis des Freistaats Bayern 2017. Die Jury würdigt damit Cojocarus Anliegen, »die Tierwelt als ein Gegenüber zu gestalten, das in all seiner Fremdheit und geheimnisvollen Eigenständigkeit erfahrbar wird«. Vor dem Hintergrund der christlichen Theologie und in geschliffener philosophischer Reflexion übe Cojocaru dabei Kritik an jeder Verniedlichung und Verzweckung von Tieren, mit der ethischen Grundhaltung ihrer Dichtkunst bearbeite sie zentrale Fragen nach dem, was das Mensch-Sein ausmacht. 
Der Kunstförderpreis Bayern wird jährlich in vier Kategorien an in Bayern lebende Künstler vergeben. Den mit 6000 Euro dotierten Preis in der Sparte Literatur erhalten neben Mara-Daria Cojocaru in diesem Jahr Paul-Henri Campbell und Kristina Pfister. Der Bayerische Kunstförderpreis soll »begabte Nachwuchsautoren und -autorinnen auf ihrem eingeschlagenen Weg bestärken und sie zur weiteren schriftstellerischen Entwicklung ermutigen.« 

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Eckhard Henscheid erhält den Kasseler Literaturpreis

Eckhard Henscheid wird mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor ausgezeichnet. In der Jurybegründung heißt es, Henscheid sei ein »Klassiker der literarischen Hochkomik«.
Der Kasseler Literaturpreis wird von der Stadt Kassel in Zusammenarbeit mit der Stiftung Brückner-Kühner vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Zu den Preisträgern gehörten in den vergangenen Jahren u. a. Loriot, Dieter Hildebrandt, Hanns Dieter Hüsch, Gerhard Polt und Ror Wolf.
Die Preisverleihung findet am 3. März im Kasseler Rathaus statt, die Laudatio hält der Schriftsteller Oliver Maria Schmitt.


15. August 2017

LICHTER ALS DER TAG nominiert für den Deutschen Buchpreis 2017

Mirko Bonnés neuer Roman LICHTER ALS DER TAG steht auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2017. Die Jury, bestehend aus Silke Behl, Mara Delius, Christian Dunker, Katja Gasser, Maria Gazzetti, Tobias Lehmkuhl und Lothar Schröder, hat 20 Titel nominiert, aus denen sechs Titel für die Shortlist ausgewählt werden. Die Shortlist wird am 12. September, der Preisträger am 9. Oktober bekanntgegeben.


1. August 2017

Karten aus Gebieten ist Buch des Monats August 2017 

Die Darmstädter Jury kürt Ron Winklers Lyrikband KARTEN AUS GEBIETEN zum Buch des Monats August 2017. In der Jurybegründung heißt es: »Ron Winklers Texte entfalten landschaftliche Assoziationsfelder aus vertrauten und fremden Gebieten. Mit dem kriegszerstörten Aleppo, mit Afrika, mit Sehnsuchtsstränden Südeuropas, mit irrsinnlich taumelnder Liebe zeigt er die Brutalität des Gleichzeitigen. Winkler kartiert eine Welt der Widersprüche. Indem er mit kullernder Logik Landschaften flektiert, gelingen ihm zugleich neue, zauberhafte Beschreibungen. Winklers Gedichte beißen in die Erde. Es könnten Postkartentexte sein, die auch Heimat verheißen. Die so evozierte auch sprachliche Schönheit ist der geringstmögliche Abstand zur Poesie.«


11. Juli 2017

Sascha Reh wird Sylter Stadtschreiber

Sascha Reh erhält das Sylt-Quelle Literaturstipendium Inselschreiber 2018. Er gewann den Wettbewerb mit dem Text DAS UNHEIMLICHE TAL. Das Stipendium wird seit 2001 jährlich von der Stiftung kunst:raum sylt quelle an deutschsprachige Autorinnen und Autoren vergeben, die bereits in Buchform publiziert haben. Dotiert ist es mit 2.000 Euro und einem zweimonatigen Aufenthalt auf Sylt. Thema der Ausschreibung war »Wandel und Identität«.


23. Mai 2017

Ulrike Almut Sandig erhält Literaturpreis Text und Sprache

Ulrike Almut Sandig wird mit dem Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. für ihr Schaffen ausgezeichnet. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird im Rahmen der 66. Jahrestagung des Kulturkreises am 8. Oktober 2017 auf Schloss Nymphenburg in München vergeben. Der Wettbewerb um die diesjährige Auszeichnung berücksichtigt erstmals alle Formen von Text und Sprache, um damit das Phänomen fließender Gattungsgrenzen in der Literatur abzubilden.
Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft verleiht seit 1953 Literaturpreise. Die diesjährige Preisträgerin wurde von einer Jury ausgewählt, die aus Mitgliedern des Kulturkreises sowie den Fachberatern Bettina Fischer (Leiterin Literaturhaus Köln), Regina Dyck (Festival Director POETRY ON THE ROAD), Dr. Bettina Oberender (freie Dramaturgin), Claudia Hamm (Übersetzerin, Theaterregisseurin, Autorin, Performerin) und Dirk Hülstrunk (freier Autor, Soundpoet, Audiokünstler, Literaturveranstalter) bestand. Die Jury unter der Leitung von Nina Hugendubel (Vorsitzende des Gremiums Text und Sprache des Kulturkreises), die zur finalen Sitzung bei der Bayer AG Leverkusen zu Gast war, wählte die Preisträgerin 2017 aus elf Finalisten aus.

In der Begründung der Jury heißt es: »Ulrike Almut Sandig ist eine Lyrikerin, die die deutsche Sprache zu klanglich hochkomplexen Architekturen formt. Ihre Gedichte entfalten eine suggestive Wirkung, immer in Zugewandtheit zu Thema und Motiv und mit einem staunenden Glauben in die Kraft von Sprache. So entstehen ästhetische Räume, die Neues schaffen: neue Perspektiven, neue Wahrnehmung, ein neues Hinhören und Sagen.«


4. Mai 2017

Silke Scheuermann erhält Georg-Christoph-Lichtenberg-Preis 

»Für ihr literarisches Gesamtwerk unter besonderer Berücksichtigung ihres Romans WOVON WIR LEBTEN« wird Silke Scheuermann mit dem Georg-Christoph-Lichtenberg-Preis für Literatur des Landkreises Darmstadt-Dieburg geehrt. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre verliehen, abwechselnd an einen bildenden Künstler und einen Schriftsteller. Zu den Preisträgern gehörten Peter Kurzeck und Andreas Maier. 
Die Preisverleihung findet statt am 24. Mai 2017 um 19 Uhr in der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule Ober-Ramstadt, die Laudatio hält FAZ-Redakteurin Sandra Kegel. 
Für Silke Scheuermann ist das die dritte große Auszeichnung innerhalb kurzer Zeit. Erst im vergangenen Jahr erhielt sie den Bert-Brecht-Preis und den Robert-Gernhardt-Preis.


16. März 2017

Ulrike Almut Sandig nominiert

Ulrike Almut Sandig steht auf der Shortlist für den Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI. Seit 1953 vergibt der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. Literaturpreise an Nachwuchsautoren. Der Wettbewerb um die diesjährige Auszeichnung berücksichtigt alle Formen von Text und Sprache.

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22. Februar 2017

Ron Winkler erhält Harald-Gerlach-Literaturstipendium

Ron Winkler erhält das Thüringer Literaturstipendium, das mit 12.000 Euro dotierte Harald-Gerlach-Literaturstipendium. Die Jury lobte seine »originell gesetzten Metaphern und Humor«. 
Das Literaturstipendium wird vom Kultusministerium des Freistaates Thüringen vergeben zur Förderung zeitgenössischer Literatur an in Thüringen lebende oder dort geborene Autoren.

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24. Januar 2017

Guntram Vesper erhält den Erich-Loest-Preis

Für seinen Roman Frohburg erhält Guntram Vesper den mit 10.000 Euro dotierten Erich-Loest-Preis. 
»Auf seiner tausendseitigen Zeitreise verbindet Guntram Vesper den Mikrokosmos seiner Familie mit den großen historischen Ereignis-sen, das kleine Frohburg mit den Schauplätzen gesellschaftlicher und politischer Veränderungen. Anhand einzelner Schicksale zur Nazi-Zeit oder in der DDR entlarvt er die Verlogenheit der diktatorischen Regime – ohne bloßzustellen, ohne zu beschönigen und ohne zu verurteilen. Ein reich- und dichtgewebter menschlicher und damit hochpolitischer Stoff – ganz im Sinne Erich Loests.« 

Der Erich-Loest-Preis wird in diesem Jahr erstmalig vergeben und »würdigt Autoren, die die gesellschaftlichen und politischen Vrhältnisse in Deutschland nicht nur beschreiben, sondern mit ihrere Stimme den demokratischen Diskurs mitgestalten.« Der Preis wird zukünftig alle zwei Jahre verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert. Ausgelobt wird er von der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig.

Bereits im vergangenen Jahr wurde der Roman mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. 
Die Preisverleihung findet am 24. Februar 2017 in Leipzig statt. Die Laudatio hält Andreas Platthaus.