Michael Roes: Melancholie des Reisens

Michael Roes
Melancholie des Reisens

Umschlaggestaltung nach einem Still aus dem Film Timimoun von Michael Roes

536 Seiten. Gebunden. Lesebändchen.
€ 28,00   €[A] 28,80   
ISBN: 978-3-89561-179-7

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Reisen ist für Michael Roes Leidenschaft, Lebensform und Geisteshaltung. Afghanistan, Israel, Jemen, Mali, Marokko und Tunesien hat er nicht nur besucht und erforscht, sondern sich eingelassen auf fremde Kulturen, heikle Situationen und unerwartete Nähe. Die inneren Widersprüche anderer Wertesysteme liest der Autor als Spiegel unseres eigenen verdrängten zivilisatorischen Unbehagens, das sich überall auf der Welt im Umgang mit Außenseitern zeigt. In Zeiten des Massentourismus betont er in seinen Essays, die auf Tagebuchaufzeichnungen früherer Reisen und ausgiebigen Lektüren beruhen, den intellektuellen Charakter des Reisens als Suche nach der Wahrheit. Denn zuallererst führt es in die Welt der Bücher, zu den Geschichten derjenigen, die vorher schon dort waren, wo man vielleicht nie ganz ankommen kann. Doch muss sich auch der Körper mit seinem Begehren und seiner Verletzlichkeit beim Reisen der Erfahrung des Fremdseins aussetzen. Und so ringt der reisend Schreibende mit Theater- und Filmprojekten in umkämpften Gebieten um Verständigung.
Mit Melancholie des Reisens gewährt uns Michael Roes nicht nur Einblick in die Entstehung seiner Werke und seine Beobachtungen in der Fremde, sondern auch und vor allem in die Wahrnehmung des Autors von sich selbst als Reisendem und Fremdem.

Rezensionen

»Ein fesselnder Text nicht nur über die Begegnung der Kulturen, sondern auch über das Verhältnis des Individuums zur Welt.«
Dirk Fuhrig, Deutschlandfunk Kultur

»Seine Texte erinnern an Beobachtungsprotokolle eines Ethnografen. Sie ergeben ein brillantes Buch, das nicht nur vom Reisen erzählt, sondern davon, wie es ist, als Mensch unter Menschen zu leben.«
Lea De Gregorio, Die Zeit

»Roes bietet kraftvolle Argumente für das Nachdenken über das Menschsein in einer globalisierten Welt.«
Markus Jäger, ekz.bibliotheksdienst

»Wie Roes komplexe Beobachtungen zum Reisen und zu Begegnungen mit Menschen aus anderen Weltregionen in Sprache fasst, (...) ist aufregend zu lesen.«
Sebastian Guggolz, Zeit Magazin

»Das Buch ist ein Plädoyer für offenen Blick und offenen Sinn.«
Michael Ernst, Sächsische Zeitung

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